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Türkei-Premier Erdogan verdrehte die Worte des Papstes bis zur Unkenntlichkeit. Ist die Türkei ein ernstzunehmender Gesprächspartner?

Das hat Methode bei den Türken. Wenn Erdogan in Europa eine Rolle spielen will, muss er diplomatischer werden.
Wer weiß schon, was der Papst wirklich gesagt hat. Richtig ist aber, dass Ergebnisse solcher Gespräche nur über gemeinsame Pressekonferenzen bekannt gemacht werden. Schlechter Stil!
Das ist Erdogans gutes Recht. Er hat die Worte des Papstes interpretiert.

Der Papst reist in die Türkei. Ist diese Reise angesichts der Spannungen zwischen Muslimen und Christen derzeit sinnvoll?

Ja - die Reise ist sinnvoll. Der Papst sollte ein Zeichen der Verständigung zwischen den Weltreligionen setzen
Ja - der Papst sollte selbstbewusst die europäisch christlichen Werte vertreten
Nein - der Papst kann sagen, was er will. Die Muslime werden es immer als Provokation auffassen.
Nein - der Papst hat schon genug Schaden angerichtet. Er sollte zu Hause bleiben.
Das hat keine Auswirkungen auf das Verhältnis der großen Religionen.

Eines der großen Probleme ist der Priestermangel in der katholischen Kirche. Hinter den Kulissen wächst der Druck auf den Papst, den Pflichtzölibat zu überdenken. Wird das das Problem lösen?

Ja, das ist ein richtiger Schritt - man sieht es doch in der evangelischen Kirche. Dort ist der Priestermangel nicht so gravierend
Das reicht nicht aus. Auch Frauen sollten zu Priestern geweiht werden dürfen und Laien müssen wieder verstärkt Aufgaben übernehmen. Sonst ist diese katholische Kirche nicht mehr steuerbar.
Nein - der Zölibat hat sich seit Jahrhunderten bewährt. Kurzfristiger Aktionismus hilft nicht

Der iranische Präsident Ahmadinedschad verteidigt den Papst nach dessen unglücklichen Aussagen zum Islam. Meint er das ernst?

Ahmadinedschad entwickelt sich zu einem ernsthaften Politiker. Seine Unterstützung für den Papst ist wichtig um die Gemüter zu beruhigen
Ahmadinedschads Äußerungen sind nicht aufrichtig. Er will nur vom Westen im Atomstreit ernst genommen werden.

Sollte sich Papst Benedikt für seine islamkritischen Äußerungen entschuldigen?

Ja unbedingt
Nein, das ist nicht nötig
Ich weiß gar nicht, was er gesagt hat

Papst Benedikt will Dialog der Vernunft mit dem Islam. Ist das erfolgversprechend?

Die Religionen verbindet mehr als sie trennt. Verständigung ist möglich
Nein - die handelnden Personen sind unversöhnlich, egal welche Werte sie vertreten
Nein - die Wertvorstellungen der Religionen sind zu unterschiedlich

Der Papst prangert den Glaubensverlust in Deutschland an. Er ermahnt Eltern am Sonntag in die Kirche zu gehen und gemeinsam mit ihren Kindern zu beten. Was halten Sie davon?

Jeder kann seine Kinder erziehen, wie er will. Der Papst sollte dies akzeptieren
Die Worte des Papstes sind immer überdenkenswert. Kinder brauchen eine Hinführung zu Gott - egal durch welche Religion
Benedikt hat recht. Nur durch praktiziertes Vorbild von Eltern und anderen Vorbildern können sich Kinder zu Christen entwickeln
Ist mir egal

Der bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU)hat sich für eine stärkere Betonung christlicher Werte in der Politik ausgesprochen. Das Christentum sei "unsere prägende Alltagskultur". Sehen Sie das genauso?

Ja - Stoiber hat recht
Nein - Wir haben ja Gott sei Dank die Trennung zwischen Staat und Kirche. Der Staat ist für alle da
Das Christentum hat Europa geprägt. Aber ohne die Aufklärung wäre Europa immer noch im Mittelalter.

Papst Benedikt XVI besucht Deutschland vom 9. bis 14. September. Wird der Besuch der katholischen Kirche Auftrieb geben?

Ja, Papst Benedikt XVI ist ein charismatischer Mann. Er kann gerade junge Menschen für die Kirche und den Glauben begeistern.
Es ist ein wichtiger Besuch für Deutschland auf den wir uns freuen. Für die Kirche und den Glauben wird das aber keinen neuen Zulauf bringen.
Solche Besuche sind wie Politikervisiten. Sie bringen letztendlich nichts außer atmosphärischer Verbesserungen.

Papst Benedikt fährt zum Schweißtuch der Veronika, auf dem Jesus abgebildet sein soll. Glauben Sie, dass die Reliquie echt ist?

Ich habe von der Reliquie noch nie etwas gehört.
Wenn jetzt selbst der Papst hinpilgert, wird wohl was dran sein
Ich bin überzeugt davon, dass auf dem Tuch das Antlitz Jesu abgebildet ist
Das ganze ist katholische Folklore. Das kann doch schon technisch gar nicht funktionieren
Das Tuch ist sicher nicht echt

Aus welchem Land kommt der nächste Papst?

Australien
Belgien
Canada
Deutschland
England
Frankreich

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